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15.12.2017 Österreichische Fluggesellschaft Niki ist Insolvent

Insolvenz Niki

Die österreichische Fluggesellschaft und Tochter der ebenfalls insolventen Gesellschaft Air Berlin hat am Mittwochabend Insolvenz angemeldet. Die Fluglinie stellte unverzüglich den Flugbetrieb ein. Kurzfristig sind von der Pleite 40000 Reisende betroffen. Insgesamt sollen langfristig von der Insolvenz mehr als 400 000 Fluggäste betroffen sein.

 

Welche Rechte haben Fluggäste

Bei einem solchen Fall kommt es darauf an, wie das Ticket für den Flug erworben wurde. Pauschalreisende, die den Flug im Rahmen eines Reiseangebots gebucht haben, brauchen sich kaum Sorgen zu machen. Die Reisebüros sind versichert und müssen sich darum kümmern, dass dem Kunden ein entsprechender Platz zur Verfügung gestellt wird. Große Reiseveranstalter haben schon reagiert und entsprechende Mitteilungen an ihre Kunden ausgegeben.

Etwas anders sieht es bei Kunden aus, welche ihr Ticket direkt bei der Fluggesellschaft erworben haben. Fällt ein Flug aus, ohne dass die Gesellschaft Insolvenz ist, erhält der Fluggast eine Entschädigung. Bei einer Insolvenz hat er darauf keinen Rechtsanspruch, da das Geld der Passagiere Teil der Insolvenzmasse ist. Der Insolvenzverwalter machte den Kunden von Niki anfangs wenig Hoffnung, dass sie ihr Geld erstattet bekommen. Später hieß es, dass die Kunden ihren Reisepreis nun doch voll erstattet bekämen. Voraussetzung sei allerdings, dass sie ihr Ticket erst nach dem Insolvenzantrag gekauft hätten.

 

Andere Fluggesellschaften helfen gestrandeten Passagieren

Ein ganz anderes Problem haben die 40000 Passagieren, die mit Niki geflogen sind und jetzt keinen passenden Rückflug haben. Diesen Passagieren helfen andere Fluglinien, welche eine Rückholaktion gestartet haben. Diese Aktion gilt für Passagiere, die ihren Flug unmittelbar bei Nikki gebucht haben. Diese bekommen im Rahmen der verfügbaren Plätze einen Flug in die Heimat zu günstigen Konditionen. Die Fluggesellschaften sprechen von einer Aufwandsentschädigung für den Flug. Condor hat sich sogar bereit erklärt, die Gäste kostenlos in die Heimat zurückzuholen, vorausgesetzt, es sind genügend Plätze vorhanden. Neben Condor haben sich an der Aktion bislang die Fluggesellschaften Eurowings, Germania, TUIfly, Lufthansa und deren Tochtergesellschaften Austrian Airlines und Swiss beteiligt. Betroffene Reisende wenden sich an den jeweiligen Schalter der Fluggesellschaften oder an die Telefon-Hotline.  

 

Wie geht es mit Niki weiter?

Die Insolvenz von Niki bedeutet noch nicht das endgültige Aus der Gesellschaft. Retten könnte die Gesellschaft ein neuer Käufer. Vor allem der ehemalige Rennfahrer und Unternehmer Niki Lauda hat Interesse an der Fluggesellschaft geäußert. Lauda hat die Fluggesellschaft im November 2003 mit gegründet. Er zog sich 2011 zurück.

Sollte sich wirklich kein neuer Käufer finden, fehlen dem Flugbetrieb die 21 Maschinen von Niki. In diesem Fall ist mit Engpässen auf den betroffenen Strecken zu rechnen. Dies führt vermutlich zu höheren Preisen auf den Flugstrecken.

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