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16.10.2019: Waldbrände – Ursachen und Auswirkungen

Datum: 
16.10.2019

Waldbrände – Folgen des Klimawandels

 

Letzte Woche traf es erneut Kalifornien. 40 Kilometer nördlich von Los Angeles wüteten die Feuer auf einer Fläche von 30 Quadratkilometern. Am Freitagabend rief der Gouverneur von Kalifornien den Notstand für die betroffenen Gebiete aus. Mehr als 1.000 Feuerwehrleute waren im Einsatz und konnten das Feuer bis zum Abend schließlich eindämmen. Nach ersten Meldungen ist ein Todesopfer zu beklagen, das aber nicht an den direkten Folgen des Feuers, sondern an einen Herzinfarkt starb. Insgesamt sind 31 Häuser abgebrannt oder wurden beschädigt. Trotzdem ist die Gefahr nach wie vor nicht gebannt. Zur Sicherheit wurden 20. 000 Häuser evakuiert.

 

Die Ursachen für Waldbrände

 

Der aktuelle Waldbrand von Kalifornien ist nur einer von rund 100. 000 Waldbränden, die Jahr für Jahr im Gebiet der USA wüten. Wodurch entstehen aber diese Waldbrände?

Vielen Menschen denken beim Wort „Waldbrand“ zunächst an einen Blitzeinschlag. Ein Blitz und andere natürliche Ursachen sind nur zu etwa vier Prozent für einen Waldbrand verantwortlich.

Der weitaus größere Teil geht auf Unachtsamkeit und Brandstiftung zurück.

Im Amazonasgebiet ist vor allem die Brandrodung ein Problem. Die Einwohner wollen durch diese Maßnahme Land gewinnen, das sie wirtschaftlich nutzen können. Die Bauern im südlichen Amazonasgebiet geht es zum Beispiel um wirtschaftlich nutzbares Land für Rinderfarmen.  

Waldbrände entstehen häufig auch durch Unachtsamkeit. Ein Wanderer wirft seine Zigarettenkippe weg und verursacht unwissentlich einen großen Waldbrand. Große Gefahr geht auch von Campern aus, die in der Nähe eines Waldes oder im Wald ein Lagerfeuer entfachen.

Gefährlich für den Wald sind auch PKWs und Motorräder. Die Katalysatoren werden beim Betrieb sehr heiß. Wird ein Fahrzeug am Waldesrand abgestellt, kann sich der Katalysator leicht entzünden.

Manchmal gibt es auch Ursachen, die niemand vorhersehen kann: Ein Radfahrer war mit seinem Mountainbike einen Berg hinabgefahren und hatte dabei stark gebremst. Anschließend legte er das Fahrzeug am Waldesrand ab. Die noch heiße Bremsscheibe entzündete den Wald.

Mit Wasser gefüllte Flaschen aus Glas oder PET führen ebenfalls immer wieder zu Bränden. Weniger gefährlich sind Glasflaschen, die nicht mit Wasser gefüllt sind oder Glasscherben. Diese entzünden normalerweise kein Laub und führen zu keinem Waldbrand.

 

Waldbrände und Klimawandel

 

Der Hauptverantwortliche für den Klimawandel ist Kohlenstoffdioxid. Dieses Molekül ist ein sogenanntes Treibhausgas. Der Treibhauseffekt sorgt dafür, dass die Wärme von der Erde nicht ungebremst in das Weltall entweicht. Das ist an und für sich gut, denn ansonsten wäre es auf der Erde deutlich kälter. Der Mensch produziert durch die technologische Entwicklung mehr Kohlenstoffdioxid als die Atmosphäre verkraften kann. Durch die hohe Konzentration an Kohlenstoffdioxid entweicht weniger Wärme in den Weltraum. Diese bleibt dann auf der Erde zurück und führt zum Klimawandel.

Da sich die Erde immer mehr erwärmt, entstehen besonders heiße Sommer. Dadurch ist die Waldbrandgefahr in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Die Anzahl der Waldbrände hat zwar nicht zugenommen, aber die Gefahr größerer und verheerender Waldbrände ist gestiegen.

Durch das Verbrennen von Wäldern entsteht jedoch nicht nur Feuer und Rauch, sondern auch Kohlenstoffdioxid. Dies wirkt sich wiederum negativ auf das Klima aus, was wiederum zu mehr Waldbränden führt. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, wäre es wichtig vor allem die mutwillige Zerstörung von Wäldern durch Brandrodung einzudämmen.

 

Harry Hautumm  / pixelio.de

 

Waldbrände und Tourismus

 

Bei der Entscheidung für oder gegen ein Urlaubsgebiet spielt natürlich auch die Sicherheit eine Rolle. Es ist zu erwarten, dass durch Waldbrandgefahr die Touristen in dem Gebiet ausbleiben. Konkrete Zahlen liegen darüber jedoch nicht vor. Vor allem bei einem Urlaub in einem südlichen Land, ist es wichtig, dass sich der Tourist im Vorfeld über die Gefahr von Waldbränden informiert.

Eine gute Anlaufstelle ist der Veranstalter. Dieser gibt gerne Auskunft, ob in der Urlaubsregion die Gefahr von Waldbränden besteht. Sollte aktuell dort gerade ein Waldbrand wüten und Gefahr für den Urlauber bestehen, kann ihm der Reiseveranstalter verschiedene Optionen wie Umbuchung oder Stornierung der Reise anbieten. Ob dies möglich ist, hängt aber immer mit der Entfernung der Unterkunft vom Waldbrand ab. Nur die bloße Möglichkeit eines Waldbrandes ist noch kein Grund für einen Rücktritt.

Touristen, die sich schon am Urlaubsort befinden, müssen unter Umstände mit starken Einschränkungen rechnen. Oft sind Straßen gesperrt oder Campingplätze geschlossen. Auch hier ist es wichtig mit den örtlichen Behörden Kontakt aufzunehmen. Über das Handy kann man sich in vielen Urlaubsorten schnell über die aktuelle Lage informieren.