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Ab Oktober keine generelle Reisewarnungen mehr – was bedeutet das für Reisende?

Datum: 
18.09.2020

Die Corona Krise ist noch längst nicht überstanden. Aktuell steigt die Zahl der Neuinfizierten zwar an, trotzdem ist die Lage weniger bedrohlich als im Frühjahr. Momentan ist die Anzahl erkrankter jüngerer Menschen größer. Die Sterblichkeit hat deutlich abgenommen. Wer ein paar Dinge beachtet, kann ohne Bedenken in den Urlaub fahren. Innerhalb des Schengenraums ist Urlaub mit Einschränkungen möglich. Außerhalb dieses Gebiets gilt aktuell für beinahe 160 Länder eine pauschale Reisewarnung. Diese wird zum Ende des Monats aufgehoben und durch einzelne Reisewarnungen ersetzt.  

 

Ist ein Urlaub trotz einer Reisewarnung möglich? 

 

Eine Reisewarnung ist kein Verbot. Wer das Land besuchen möchte oder aus privaten oder wirtschaftlichen Gründen reisen muss, kann das tun.  

Die Tourismusindustrie hat die pauschale Reisewarnung kritisiert, da sie nichts über das Infektionsgeschehen im Land aussagt. In manchen Ländern steigt die Zahl der Neuinfektionen stark an, in anderen Ländern gehen die Werte zurück. Die neue Verordnung soll dieser Entwicklung Rechnung tragen.  

Reisende, die ein Land besuchen wollen, für das eine Reisewarnung gilt, müssen sich nach der Rückkehr testen lassen. Bis zum endgültigen Ergebnis ist eine Quarantäne vorgeschrieben.  

Viele buchen Reisen mehrere Wochen oder Monate im Voraus. Es ist sinnvoll, vor der Buchung die entsprechende Seite auf der Homepage des Auswärtigen Amts zu besuchen. Dort findet sie oder er eine aktuelle Beschreibung der Situation im Urlaubsland. Bis zur Reise kann sich das natürlich ändern. Sollte dies der Fall sein, ist eine kostenlose Stornierung der Reise möglich. Eine Buchung ist also risikolos. 

Ein Land wird dann zu einem Risikogebiet, wenn es innerhalb einer Woche zu 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner kommt. Dabei kommt es nicht nur auf die Zahl der Infektionen an. Zur endgültigen Bewertung werden auch anderen Faktoren hinzugezogen. Eine Rolle spielt unter anderem der Umgang der einzelnen Staaten mit der Pandemie, etwa welche Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden. 

 

Die aktuelle Situation in Europa 

 

Auf der Seite des Robert-Koch-Instituts (RKI) gibt es eine Liste der Risikogebiete. Diese Liste ist tagesaktuell. Wer in eines dieser Länder reist muss nach der Rückkehr zunächst in Quarantäne. 

  • Italien gehört zu den wichtigsten Urlaubsländern der deutschen. Auch sind steigen die Infektionszahlen an. Die aktuelle Zahl befindet sich auf einem ähnlichen Niveau wie Deutschland. Die Maßnahmen zur Eindämmung sind ähnlich wie hier. In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt eine Maskenpflicht und auch auf öffentlichen Plätzen muss nachts eine Maske getragen werden. Die Einreise ist ohne Probleme möglich. Eine Ausnahme gilt für Sardinien. Hier muss sich der Tourist bei Einreise testen lassen oder einen negativen Test vorweisen. 

  • Griechenland: Die Zahl der Neuinfektionen ist in Griechenland auf sehr niedrigem Niveau. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen beträgt 280 (in Deutschland sind es 1376) gemittelt über die letzte Woche. Wer nach Griechenland will, muss spätestens 24 Stunden vor der Einreise ein Online Formular ausfüllen. Er erhält einen QR-Code, den er beim Grenzübertritt vorzeigt. Ist das nicht möglich, kann eine Geldbuße fällig werden.  

  • Kroatien: In Kroatien ist die Zahl der Neuinfektionen sogar niedriger als in Griechenland. Beim Grenzübertritt muss der Tourist seine persönlichen Daten angeben und mitteilen, wohin er reist. Wer Wartezeiten vermeiden will, füllt vor der Reise ein online Formular aus.  

  • Österreich: Die Alpenrepublik hatte die Corona-Pandemie gut im Griff. Da die Zahlen dort wieder ansteigen, hat die Regierung neue Regeln erlassen. Aktuell gilt in Geschäften wieder eine Maskenpflicht. Eine Durchreise ist ohne Probleme möglich. Nur bei einem Aufenthalt muss der Reisende einen negativen Test vorweisen, wenn er zuvor in einem Risikogebiet war.  

  • Schweiz: Reisende aus Deutschland können das Land ohne Probleme besuchen. Dort sind aktuell die Fallzahlen ansteigend. Deshalb hat die Schweiz für 50 Länder eine zehntägige Quarantänepflicht eingeführt.  

  • Spanien: Aufgrund hoher Infektionszahlen ist das ganze Land als Corona Risikogebiet eingestuft. Da das dem Tourismus einen hohen Schaden zufügt, will die Regierung in Zusammenarbeit mit mehreren Staaten einen Sicherheitskorridor einrichten, sodass die Inseln im Mittelmeer und Atlantik wieder erreichbar sind.  

 

Ausblick: Wann sind Reisen wieder uneingeschränkt möglich? 

 

Wann sich die Situation in den Ländern beruhigt kann momentan noch niemand voraussehen. In hohem Maße hängt das von der Entwicklung eines passenden Impfstoffes ab. Momentan befinden sich mehrere Kandidaten in der letzten Studienphase. Einige Firmen hoffen sogar schon auf eine Zulassung im Oktober. Das lässt auf ein baldiges Ende der Pandemie hoffen. Die Pharmafirmen arbeiten mit Hochdruck nicht nur an einem neuen Impfstoff, sondern auch an der Produktion. Nach der Zulassung müssen innerhalb kurzer Zeit Millionen von Menschen geimpft werden. Nur dann ist eine ausreichende Immunität sicher, sodass Reisen in die ganze Welt wieder problemlos möglich sind.